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Diskussionsabend "Kleine Kinder – Große Chancen" in Herrenberg

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die persönliche und soziale Entwicklung eines Kindes. Der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz liegt eine gute frühkindliche Bildung sehr am Herzen. Deshalb hat sie Staatssekretär Volker Schebesta MdL aus dem Kultusministerium zu einem Diskussionsabend nach Herrenberg eingeladen, der neben einer guten und verlässlichen Kinderbetreuung auch die Bedeutung und die Rolle der Eltern hervorhob. Rund 40 Gäste sind der Einladung gefolgt.
Staatssekretär Volker Schebesta MdL (Mitte) und Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz (zweite von rechts) nahmen sich im Anschluss an die Diskussionsrunde viel Zeit für weitere Gespräche mit den Gästen.

„Für die CDU ist wichtig, dass neben dem Ausbau der frühkindlichen Bildung auch eine hochwertige Betreuung in den Blick genommen wird", betonte Sabine Kurtz. Bund, Land und Kommunen seien mit diesem Thema zurzeit besonders beschäftigt. Sie lobte die Kommunen, die die Betreuungsplätze in einem enormen Kraftakt in den letzten Jahren ausgebaut hätten. Oberbürgermeister Thomas Sprißler zeigte auf, wie sowohl der Ausbau als auch die Qualität der Betreuung die Kommunen weiter beschäftigen wird. In Herrenberg gebe es 28 Kitas und fünf freie Träger. Momentan würden 260 neue Plätze geschaffen, aber auch dies werde vermutlich nicht ausreichen. Er begrüßte, dass die Kommunen nun zusätzliche Gelder über das Gute-Kita-Gesetz und den Pakt für gute Bildung und Betreuung bekommen. „In den letzten Jahren spielte für Land und Kommunen der Ausbau der Kitaplätze eine große Rolle. Daneben galt und gilt es, auch die Qualität in der frühkindlichen Bildung zu beachten", erklärte Staatssekretär Schebesta. Das Land steuere mit dem „Pakt für gute Bildung und Betreuung" nach und lege damit einen Grundstein für die weitere Verbesserung der Qualität in der frühkindlichen Bildung. Dazu würden zum Beispiel die Mittel im Landeshaushalt für frühe Sprachförderung und für die Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen erhöht. Im Kreis Böblingen gibt es bereits Plätze für 32 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren, der Bedarf wird auf 42 Prozent geschätzt. Der Ausbau ziehe einen immensen Mangel an Fachkräften mit sich. „Ohne Fachkräfte bleiben die schönen, neugebauten Kitas leer", erläuterte Wolfgang Geiger, Abteilungsleiter für Sozialpädagogik an der Hilde-Domin-Schule, an der Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden. Wichtig sei eine gute Ausbildung der Fachkräfte, da deren Aufgaben immer komplexer werden. Als Baustein zur zusätzlichen Fachkräftegewinnung unterstützt das Land das erfolgreichen Modell der dualen Erzieherausbildung (PIA). „Ich bin froh, dass das Land 100 Euro pro Platz und Monat mitfinanziert", so die Bildungspolitikerin Sabine Kurtz. Auch beim tupf, dem Tages- und Pflegeeltern e.V. Kreis Böblingen, ist die Nachfrage größer als das Angebot an Tagespflegepersonen. Eine langfristige Verbesserung erhofft sich Marion Röcker, Vorsitzende des Vereins, u.a. auch durch die Kooperation mit der Hilde-Domin-Schule. Angehende Erzieherinnen können dabei parallel zu ihrer Ausbildung eine Qualifikation für die Kindertagespflege erreichen. Wünschenswert wäre aus ihrer Sicht, die Gesamtanzahl der Betreuungsverträge, die eine Tagespflegeperson abschließen darf, zukünftig nicht mehr zu beschränken. In der angeregten Debatte am Ende wurde klar: es braucht beides – sowohl eine gute, qualitätsvolle Betreuung, in der die kleinen Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden, als auch genügend pädagogische Fachkräfte und Betreuungsplätze. „Es ist für mich sehr wichtig, die Erfahrungen aus erster Hand zu hören. Ich lasse sie gerne in meine parlamentarische Arbeit einfließen", so Sabine Kurtz zum Abschluss der Veranstaltung.

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